Pier 14

Inventur innerhalb von Minuten? Wareneingänge erfassen, ohne den Karton zu öffnen, und kassieren, ohne das Etikett zu suchen? Pier 14 kann es. Denn der Filialist von der norddeutschen Ostseeküste arbeitet seit neuestem mit RFID-Technologie. 

Mit der Realisierung eines RFID-Projektes (englisch radio-frequency identification – Identifizierung mithilfe elektromagnetischer Wellen) profitiert der Modehändler Pier 14 in seinen Filialen von einem exakten Überblick über seine Artikelbestände. Geschäftsführer Stefan Richter: „RFID bildet das Fundament für alle unsere E-Commerce-Prozesse, denn Bestandsgenauigkeit ist das A und O.“ Die Verwaltung der Daten übernimmt die Warenwirtschaft ROQQIO Retail im Zusammenspiel mit der RFID-Lösung der sys-pro GmbH.

Für den Einsatz der Funktechnologie RFID werden ein auf einem Warenetikett angebrachter winziger Chip und ein Lesegerät benötigt. Damit ist die Identifikation von Artikeln – anders als beim Scannen von Barcodes – berührungslos möglich. Es genügt, das Handlesegerät an den Kleiderständern vorbeizubewegen und dabei mit der anderen Hand locker durch die Textilien zu fächern. Beim Testlauf dauerte die Sichtung von 5.000 Teilen so gerade einmal 20 Minuten. „Mit diesem geringen Zeitaufwand haben wir verlässliche Daten für ein profitables Online-Geschäft und zugleich mehr Zeit für unsere Kunden“, sagt Richter. 

Schnittstelle zur Warenwirtschaft

Von Marc O’Polo und Superdry erhält Pier 14 seine Premiummode bereits „getaggt“, das heißt, die Warenetiketten sind lieferantenseitig mit einem RFID-Mikrochip versehen. Bei Waren anderer Lieferanten müssen Pier-14-Mitarbeiter diese neu oder umauszeichnen. Auf das bestehende Warenetikett wird dann vor Ort ein neues geklebt, das den auslesbaren Electronic Product Code (EPC) oder die Serialized Global Trade Item Number (SGTIN) enthält. Die auslesbare Nummer setzt sich aus Artikel- und Seriennummer zusammen. Dabei wird die Artikelnummer vom ROQQIO Warenwirtschaftssystem geliefert und über das RFID-System von sys-pro zur Seriennummer verarbeitet. Alles, was mit den RFID-Chips versehen ist, kann mit mobilen Lesegeräten oder an fest installierten Lesepunkten (z. B. im Kassenbereich) ohne direkten Kontakt erfasst und automatisiert im Warenwirtschaftssystem ROQQIO Retail erkannt werden.  

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Anbindung an Outfits24

Die Warenwirtschaft ROQQIO Retail führt bei Pier 14 alle Bestände und wurde im vergangenen Frühjahr von ROQQIO mit der Verkaufsplattform Outfits24 verbunden. Wird ein online präsentierter Artikel nun stationär an einen Kunden verkauft, melden die RFID-Lesepunkte dies direkt an die Warenwirtschaft, die den Artikel fortan als verkauften Artikel speichert. So wird dieser online nicht weiter angeboten. Weil die Daten in der Warenwirtschaft laufend aktualisiert zur Verfügung stehen und Pier 14 zusätzlich häufiger Bestandserfassungen bzw. -kontrollen in den Filialen durchführen kann, ist die Wahrscheinlichkeit eines Doppel- oder Mehrfachverkaufs von Artikeln inzwischen nahezu ausgeschlossen.

 

Vorteile auch bei Warensicherung 

Mit den RFID-Lesegeräten und der Datenanbindung an das Warenwirtschaftssystem können also die bereits ausgezeichneten Warenanlieferungen von Marc O’Polo oder Superdry in das System eingelesen werden, noch ehe sie richtig ausgepackt sind.  

Um zu vermeiden, dass ein Artikel fehlt oder am falschen Ort liegt, kann eine schnelle Inventur erfolgen.

Mithilfe einer Installation von Lesepunkten im Ausgangsbereich dient RFID als Warensicherung, bei der unbezahlte, also nicht als verkauft gebuchte Artikel ein Warnsignal auslösen. Und wenn, wie geplant, in Kürze auch die ROQQIO-Kassen den RFID-Leseprozess unterstützen, können Kunden an der Kasse besonders schnell bedient werden. Hat der Kunde seine Lieblingsprodukte zur Kasse gebracht, werden diese dort im Nu vom RFID-Leser erfasst. Nach der Bezahlung des Gesamtbetrags ist die Ware demnächst auch automatisch entsichert.  

Richter: „Ein zusätzliches Sichern der Ware mit herkömmlichen Sicherungsetiketten entfällt dann und spart somit weiteren Zeitaufwand beim Personal. Die Warensicherung über RFID zu lösen, ist die finale Ausbaustufe unseres Projektes.“

 

Über Pier 14

Branche: Mode-, Genuss- und Lifestyle-Konzept an der Ostseeküste
Geschäftsführer: Jana und Gert Griehl, Stefan Richter
Firmensitz: Ostseebad Ückeritz, Insel Usedom
Standorte: Zinnowitz, Heringsdorf, Kühlungsborn 
Mitarbeiter: 100
Stores: 16 
Darunter die Konzeptstores „Villa Gruner“ und das Marc O’Polo Strandcasino, der Pier-14-Store „Villa Magda“, Superdry Heringsdorf, L’Occitane en Provence Heringsdorf, Marc O’Polo Kühlungsborn, Marc O’Polo Zinnowitz 
Brands: Marc O’Polo, Superdry, Closed, BETTER RICH, DRYKORN, Ecoalf, FIL NOIR, JUVIA u. v. a.

 

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