14. Oktober 2019

Der Direktvertrieb wird für Marken zu einem wichtigen Teil ihrer Strategie: So konnte beispielsweise Levi Strauss & Co. seinen Umsatz aus dem direkten Verkauf innerhalb eines Quartals um zehn Prozent steigern. Zusätzliche Filialen sollen diesen Kanal nun weiter stärken.

Wie Levi Strauss & Co. kürzlich bekannt gab, stieg der Nettoumsatz des Unternehmens im dritten Quartal um vier Prozent auf 1,45 Milliarden US-Dollar. Dabei wuchs der Nettoumsatz in Europa um 14 Prozent und in Asien um neun Prozent. In Nord- und Südamerika hingegen nahm er um drei Prozent ab, wobei ein Rückgang im Großhandel sogar teilweise durch das Wachstum im Direktvertrieb ausgeglichen wurde. Die Umsätze mit weltweiten Direktverkäufen, zu denen der Jeans-Hersteller sowohl den Absatz in Onlineshops als auch in physischen Läden zählt, stiegen sogar um zehn Prozent.

Mit Blick auf diese Entwicklung gab das Unternehmen nun bekannt, den Direktvertrieb in den USA zu stärken und dort hundert neue Filialen zu eröffnen. Aktuell betreibt Levi Strauss 228 Filialen in den USA. Bei der Expansion sollen auch kleinere Shops getestet werden. Durch das Wachstum des US-Direktkundengeschäfts (sieben Prozent gegenüber dem letzten Quartal) möchte die Firma den Gegenwind im US-Großhandel ausgleichen, so Levi’s CEO Chip Bergh. Zudem geht das Unternehmen dazu über, mit mehr „Premium“-Einzelhändlern zusammenzuarbeiten.

Levi’s setzt verstärkt auf Individualisierung

Auch die Angebote zur Personalisierung von Produkten baut Levi’s aus. Hierzu schloss das Unternehmen unter anderem eine Partnerschaft mit Google, um eine Trucker-Jacke mit der Jacquard-Technologie des Tech-Giganten auszustatten. Hierbei handelt es sich um leitfähige Stoffe, die einen berührungsempfindlichen Streifen an der linken Manschette der Jacke bilden. Der Nutzer kann sein Smartphone per Bluetooth mit dem Kleidungsstück verbinden und anschließend über diese Oberfläche steuern. Eine Kooperation mit Nike wiederum ermöglicht es Verbrauchern, ihre neuen Sneaker mit Levi’s-Materialien wie Denim, Leder, Cord und Wollstoffen zu individualisieren.


Profilbild Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl ist seit 2013 bei GFM Nachrichten und leitet dort aktuell die Redaktion. Schwerpunkt des studierten Politikwissenschaftlers ist die Verknüpfung von On- und Offline-Kanälen in Marketing und Handel sowie der Wandel am Point of Sales und die Digitalisierung des Einzelhandels. Diesen Themen widmet sich auch der POS connect Newsletter, den Maximilian Feigl ebenfalls redaktionell betreut.

Das könnte Sie auch interessieren
Heike Scholz | 16. August 2019

Der Veränderungsdruck auf den stationären Einzelhandel wird größer. Woran liegt es, dass die Kundenwünsche und Angebote im stationären Einzelhandel weit auseinanderliegen? Zwei Thesen.

Sabine Dupont | 07. Mai 2019

Digitale Preisschilder bieten neue Service-Möglichkeiten im stationären Handel. Lesen Sie dazu das Interview mit dem CMO von SES-Imagotag. 

Till Konstanty | 26. Februar 2019

Mit dem Einsatz moderner Software profitieren Kunden von der Verbindung des stationären Handels mit dem Online-Handel.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.