11. April 2019
Inhaltsverzeichnis
  • 1 Verwirrung bei den Kleidergrößen
  • 2 Geringere Rücklaufquote
  • 3 Über EyeFitU

Die Welt des Online-Shoppings verändert sich. Marktforschungen über "App Annie" zeigen, dass zum Beispiel ein Großteil der Online-Käufe mittlerweile über das Mobiltelefon getätigt werden. E-Commerce und M-Commerce werden immer wichtiger, wenn es um den Umsatz eines Unternehmes geht. Doch bei aller Veränderung stehen Händler immer noch vor einer großen globalen Herausforderung: den Retourenquoten.

Verwirrung bei den Kleidergrößen

Die Größenbestimmung gehört zu den großen Schwierigkeit in der Modebranche. Oft sind die Verbraucher aufgrund unstimmiger Größen bzw. Größenangaben unzufrieden mit ihren Bestellungen. Laut Fashion United steht die Modebranche bei Retouren an der Spitze der Konsumgüterindustrie. Darüber hinaus berichtete die Financial Times, dass britische Einzelhändler aufgrund von Online-Bestellungen mehrere Milliarden Pfund für Postrücksendungen investieren mussten. Ein gemeinsamer Trend setzte sich durch: Millionen von Kunden tätigten Auswahlbestellungen in verschiedenen Größen und gaben diejenigen zurück, die nicht passten.

Die Barclaycard-Studie kommentierte das Phänomen als "Serienretouren" und berichtete, dass sich das Retourenmanagement negativ auf das Modegeschäft auswirkte. Jeder fünfte Händler gab zu, seine Preise zur Deckung der Retourenkosten erhöht zu haben. Der Bericht besagt, dass sich die Kunden sicherer fühlen, wenn sie mehrere Größen kaufen und dann diejenigen zurückgeben, die nicht passen. Er erwähnt auch, dass die Käufer sich einen Standard bei den Größenangaben wünschen und dass die Einzelhändler intelligente Technologien anbieten sollten, um das Shopping-Erlebnis beim Kauf von Kleidung zu verbessern. Der Handel sieht außerdem eine negative Auswirkung auf die Gewinnmarge und die Kundenzufriedenheit. 

Die Infografik veranschaulicht, dass ein einheitlicher Größenstandard für verschiedene Marken fehlt. Die englische Größe 10 für Frauen bedeutet für vier bekannte High-Street-Marken etwas anderes. Diese Diskrepanz bei den Maßen erzeugt beim Online-Kauf Unsicherheit bei den Kunden. 

Die Verunsicherung hat zur Folge, dass eine höhere Anzahl an Kleidungsstücken gekauft wird. Der steigende Anteil der Online-Verkäufe und die daraus resultierende Retourenrate macht deutlich, dass die Online-Händler ein qualitativ hochwertiges Einkaufserlebnis wie im Geschäft vor Ort bieten müssen. Die Branche benötigt eine nahtlose Lösung, die sich auf Personalisierung und intelligente Daten konzentriert, um eine verbesserte Beziehung zwischen Marken und Konsumenten zu schaffen.

Da Körperformen und -größen sehr individuell sind, könnte man argumentieren, dass es ohnehin unmöglich ist, einen globalen Standard zu schaffen. Das Problem der Frustration und des mangelnden Vertrauens, das heute mit dem Einkauf von Kleidung verbunden ist, wird dadurch jedoch nicht gelöst. Steigende Retouren haben auch eine weitere wichtige Folge, vor der viele unbeabsichtigt die Augen verschließen: Je höher die Anzahl der Retouren, desto höher ist der CO2-Fußabdruck für Transport und Verarbeitung.

Geringere Rücklaufquote

Immer mehr Marken sind sich ebenfalls ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst, daher muss als logische Konsequenz eine Veränderung folgen. Der erste Schritt sollte darin bestehen, die Probleme bei der Größenangabe zu erkennen. Um weniger Retouren zu erhalten, sollte sichergestellt werden, dass Kunden gleich die passende Größe finden und bestellen. Dafür setzen viele Unternehmen Technologien ein, die dem Verbraucher dabei helfen, die richtige Größe zu finden. 

Mode und Technologie müssen enger zusammenrücken. Auf diese Weise wird die Modebranche beginnen, ganzheitliche Lösungen zu entwickeln. Hier sind Personalisierungswerkzeuge denkbar, die durch maschinelles Lernen und gesammelte Daten unterstützt werden. Mit der richtigen Technologie und Vorgehensweise kann sich die Art und Weise des Einkaufens ändern. Die Personalisierung entwickelt sich langsam aber sicher von einem Schlagwort zu einer Reihe effektiver Möglichkeiten, Kunden vom traditionellen Kundenservice zur intelligenten Datennutzung zu führen. 

Marken müssen in der Lage sein, ihre eigenen Größen von der Bekleidungsherstellung bis zum Online-Verkauf besser zu verstehen und an den Kunden zu kommunizieren. Der Weg muss zu einer personalisierten Größenbestimmung gehen, um den Service-Level zu erhöhen. 

Über EyeFitU

Firmensitz: Herrliberg / Schweiz
Geschäftsführung: Isabelle Ohnemus
Branche: E-Commerce
Kunden: B2B und B2C 
Website: eyefitu.ch
Produkte:

  1. App für Kunden: Kunden finden ihre Größe und bestellen direkt in der App im passenden Shop.
  2. Online-Shop: Einbindung einer digitalen Größenberatung in den Shop über eine API.

 


Profilbild Isabelle Ohnemus

Isabelle Ohnemus

Isabelle Ohnemus ist Gründerin und CEO von EyeFitU, einer Software, die Verbrauchern hilft, die passende Größe zu finden. EyeFitU verfolgt einen nachhaltigen Ansatz beim Einkauf von Mode. Isabelles Hintergrund in der Finanzwelt gab ihr das solide Fundament, um ihre Leidenschaft für Mode auszuleben. Sie entschied sich für EyeFitU, weil sie eine Lösung für eine globale Bestimmung der Größe finden wollte. Ihr Ziel ist ein bewusster Umgang mit den Ressourcen, durch die Reduzierung von Retouren.

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  • 1 Verwirrung bei den Kleidergrößen
  • 2 Geringere Rücklaufquote
  • 3 Über EyeFitU
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