30. Januar 2019
Inhaltsverzeichnis
  • 1 Warenwirtschaft der neuen Generation
  • 2 Regional und modern
  • 3 Einer für alle, alle für Einen
  • 4 Vorbereitungen von Heilbronn bis Hamburg
  • 5 Automatisierte Unterstützung
  • 6 Neue Technologien verbinden
  • 7 Kontakt zu INTERSPORT Teichmann

Warenwirtschaft der neuen Generation

Finn Teichmann ist diplomierter Sportwissenschaftler und begeisterter Handballer. Nach einer Sportverletzung verzichtete er auf sein Ziel, Sportdozent zu werden. Die Liebe zum Sport und den Teamgedanken führt er seitdem mit zwei Sportgeschäften und als Mitglied der INTERSPORTGruppe weiter. So stand der frühere Mannschaftsspieler dem Sporthändler-Verbund auch gern als Pilotkunde für ein neues Technologieangebot an die Mitglieder zur Verfügung. Wie sieht es kurz nach dem Softwarerollout vor Ort aus?

Eine Klappbrücke über die Schlei führt zum kleinen Hafen von Kappeln in Schleswig-Holstein. Backsteinrote Häuser, dahinter die Fußgängerzone. Mützen und Windjacken hängen vor spiegelblanken Fenstern eines gepflegten weißen Altbaus in der Poststraße 14. Ein rot-blaues Firmenschild weist den Laden als Sportgeschäft der INTERSPORT-Gruppe aus. Finn Teichmann, groß, Vollbart, Kapuzenjacke und Wollmütze, empfängt uns. „Ich führe das Sportunternehmen in der zweiten Generation“, erzählt er. „2013 habe ich dieses Geschäft und eine Filiale in Eckernförde von meinem Vater übernommen.“

Regional und modern

Die 300 Quadratmeter Verkaufsfläche wirken einladend. Auf einen Blick: übersichtlich sortierte, beliebte Qualitätsmarken für verschiedene Sportarten. Typisch INTERSPORT eben. Dezent, aber originell hat Finn Teichmann noch etwas Lokalkolorit integriert. „Bei der Entwicklung des Ladenkonzeptes bin ich nach den INTERSPORT-Empfehlungen gegangen. Gleichzeitig möchte ich regional bleiben. Alle Bilder im Laden sind Bilder aus der Region, dazu die Windrosen als Element an den Wänden.“ Eine Verkäuferin steht hinter der neuen digitalen Kasse. Auf dem Bildschirm der letzte Bezahlvorgang. „INTERSPORT INTERSYS 8.0“ steht unten in der Zeile. Ganz oben rechts das Logo „Futura4POS“. Hier, bei Finn Teichmann, ist an der Kasse und im Backoffice eine brandneue Software für den Sporthandel im Ersteinsatz. Sie ist das Ergebnis einer Kooperation. Der Kappelner Geschäftsmann ist der Erste, bei dem das neue  Warenwirtschaftssystem mit Kasse das 30 Jahre alte System INTERSYS 5.0 abgelöst hat. Nach einer einführenden Schulung heißt es für das Verkaufsteam jetzt „Training on the Job“. Teichmann: „Die Kollegen kommen an der Kasse gut zurecht.“

Einer für alle, alle für Einen

„Ihre Sportsocken sind abholbereit.“ Die Verkaufsberaterin telefoniert mit einem Kunden. Es ist Winter und viel ruhiger im Laden als zwischen April und September, wenn die Touristen für Umsatz sorgen. Ein Schülerpraktikant ist heute anwesend. Auf einem Tisch liegt ein Flyer für eine Veranstaltung des örtlichen Lions Clubs. Teichmann ist dort als Präsident aktiv. Soziale Verantwortung ist ein wichtiges Thema für den Geschäftsmann. „Als ich das Geschäft übernommen hatte – und die Verantwortung für 14 Mitarbeiter –, hat mich das sehr berührt. Ich konnte damals manche Nacht nicht schlafen.“ War dem Geschäftsmann bewusst, dass er es im Handel auch mit Technologie zu tun haben würde? „Wir gehörten damals zu den Ersten, die INTERSYS bekommen haben. INTERSYS 5.0 hatte auch alles, was man brauchte. Aber die Warenwirtschaft ist heute nicht mehr zukunftsfähig. Deshalb wollte ich dabei sein, wenn ein Pilotprojekt gestartet wird. Wir sind bei INTERSPORT eine Genossenschaft, da kann man nicht nur warten, dass andere etwas machen.“

Vorbereitungen von Heilbronn bis Hamburg

Bevor die neue Technologie bei INTERSPORT Teichmann Einzug halten konnte, hatte ein großes Projektteam das neue Warenwirtschaftssystem bereits eineinhalb Jahre geplant, entwickelt und getestet. Regelmäßig trafen sich INTERSPORT mit ihrem Partner Siller IT Service aus Heilbronn und die Berater der Prof. Becker GmbH aus Altenberge mit den Projektleitern und Entwicklern von Futura in Hamburg zum Konzeptworkshop. Es galt die Vorgängersoftware von INTERSPORT, INTERSYS 5.0, komplett zu ersetzen. Die neue Lösung könnte für rund 1.000 Filialen deutschlandweit zum Einsatz kommen. Ein Projekt-Meilenstein nach dem anderen wurde von dem Team erreicht.

Noch vor dem Go-live Anfang November 2018 in Kappeln wurde die Software in Hamburg in einem Testcamp über drei Wochen von allen Beteiligten auf Herz und Nieren geprüft. Das Ergebnis war die komplett fehlerbereinigte Version, startklar für den Einsatz bei INTERSPORT Teichmann. So ist auch der Eindruck nach der Umstellung auf das neue System positiv. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Teichmann. „Von Montag bis Donnerstag wurde alles mit guter technischer Begleitung bei mir umgesetzt. Die Filialen waren normal besetzt, und bis die Kassen dran waren, hat man unten auf der Fläche gar nichts mitbekommen von der Systemmigration.“

Automatisierte Unterstützung

Der Server mit dem eigentlichen System steht nicht in Kappeln, sondern in der INTERSPORT-Zentrale in Heilbronn. Auch dieser gehostete Dienst ist eine Premiere im INTERSPORT-Angebot. In einem Raum über dem Laden hat Teichmann jedoch seine Arbeitsstationen. Unten, im hinteren Teil des Ladens, wo an einem Plotter die Aufdrucke für Mannschafts- und Lieblings-T-Shirts zur Beflockung vorbereitet werden, steht noch ein Rechner. Er wird im Wechsel einmal für die Online-Plotter-Software eingesetzt und einmal, um die Oberfläche der neuen Warenwirtschaft
aufzurufen und einen neuen Wareneingang zu erfassen. Teichmann: „Die Kollegen finden den Wareneingang im Tagesgeschäft schön einfach. Ein Knopfdruck und das Etikett kommt aus dem Drucker.“ 35.000 Artikel verwaltet die Warenwirtschaft für die Filialen Kappeln und Eckernförde. Alle Daten sind im neuen System. „Anstrengend ist noch, dass es ein komplett neues System ist und ich auf keine Erfahrung aus dem alten System zurückgreifen kann“, sagt Teichmann. Einige Highlights hat er jedoch schon ausgemacht. „Die Umlagerung ist jetzt einfacher. Und die Teamsportumsätze, die ja ungefähr 10 % ausmachen, kann ich jetzt separat betrachten. Die Trennung wird intelligent unterstützt und läuft über eine imaginäre Kasse.“ Den größten Nutzen brächten aus seiner Sicht jedoch die Alerts, die automatisierten Meldungen des Systems. „Man hat vorher kaum Informationen erhalten, was falsch läuft, wo man eingreifen muss. Jetzt gibt es das Alertmanagement. Man bekommt morgens auf den Tisch geliefert, was schiefgelaufen ist und was man tun sollte. Ich glaube, es gibt viele Händler, die das nutzen können.“

Neue Technologien verbinden

Teichmann begleitet uns noch zurück zum Hafen. Im Sommer wird er wieder Urlaub in Schweden machen – und dieses Mal die Geschäftsentwicklung mit der neuen Software live verfolgen. Per iPad. Wir machen ein Abschiedsfoto. Es ist windig, alle frieren. Ein Grund, warum Outdoorkleidung für Spaziergänger hier besonders gut läuft.

Kontakt zu INTERSPORT Teichmann

  • Sportspezialist für Markenprodukte
  • Geschäftsführer: Finn Teichmann
  • Filialen: 24376 Kappeln, 24340 Eckernförde
  • Service: u.a. Trikot-Design, Schlägerbesaitung, Fuß- und Bewegungsanalyse
  • Marken: Adidas, Nike, McKINLEY, ENERGETICS, PRO TOUCH u.v.m.

Doris Rasch

Doris Rasch ist PR-Redakteurin und schreibt seit 20 Jahren Beiträge für Unternehmen im Dienstleistungsbereich. Für ROQQIO recherchiert und textet die gelernte Journalistin regelmäßig zu Fragen der technologischen Unterstützung im Handel.

Inhaltsverzeichnis
  • 1 Warenwirtschaft der neuen Generation
  • 2 Regional und modern
  • 3 Einer für alle, alle für Einen
  • 4 Vorbereitungen von Heilbronn bis Hamburg
  • 5 Automatisierte Unterstützung
  • 6 Neue Technologien verbinden
  • 7 Kontakt zu INTERSPORT Teichmann
Das könnte Sie auch interessieren
Autorenpool | 19. Juni 2019

Alle relevante Vorgaben, technischen Anforderungen und festgelegte Termine. Auch als praktischer Download!

Doris Rasch | 31. Januar 2019

Das Fashionlabel Brax setzt moderne Technologien ein und sorgt so für ein effizientes und kundenorientiertes Wirtschaften.

Bruno Reiferscheid | 26. Januar 2019

Vereinfachung der Prozesse mit einer Schnittstelle zur Finanzbuchhaltung und ein innovatives Kassensystem begleiten das Kaufhaus am Postplatz.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok