01. Februar 2019
Inhaltsverzeichnis
  • 1 Was wir von Raupen und Schmetterlingen lernen können
  • 2 Von der Raupe zum Schmetterling
  • 3 Der digitale Schmetterling
  • 4 Innehalten statt weiterrödeln
  • 5 Über Nicola Fritze

Was wir von Raupen und Schmetterlingen lernen können

Stellen Sie sich mal eine Raupe vor. Die Raupe denkt: „Ich bin nicht so richtig zufrieden mit mir selbst. Irgendetwas muss anders werden!“ Sie grübelt, was sie verändern könnte. Neue Routen entlangkrabbeln? Den Tag neu strukturieren? Mal zum Raupenfrisör und das Muster auf der Haut umlackieren lassen? Die Raupe setzt eine Veränderung nach der anderen um. Aber so richtig zufrieden ist sie trotzdem nicht. In ihr drin zieht weiterhin irgendetwas in eine andere Richtung … Sie weiß nicht, wohin es gehen soll. Aber es bleibt der Drang nach einem anderen Leben.

Von der Raupe zum Schmetterling

Eines Tages verpuppt sich die Raupe in einen Kokon. Von außen betrachtet passiert auf einmal gar nichts mehr … Stillstand? Mitnichten! Denn nach zwei bis vier Wochen geschieht etwas Wunderbares: Der Kokon bricht auf. Und dort, wo vorher eine Raupe war, ist nun ein Schmetterling. Im Kokon hat, still und leise, der Wandel stattgefunden Etwas Grundlegendes hat sich getan. So grundlegend, dass die Raupe kaum mehr wiederzuerkennen ist. Aber sie ist noch da – man muss nur genau hinschauen. 

Der digitale Schmetterling

Ähnlich ist es mit dem digitalen Wandel, der in unterschiedlichsten Bereichen unseres Lebens stattfindet. STELLEN SIE SICH MAL EINE RAUPE VOR. Die Raupe denkt: „Ich bin nicht so richtig zufrieden mit mir selbst. Irgendwas muss anders werden!“ Sie grübelt, was sie verändern könnte. Neue Routen entlangkrabbeln? Den Tag neu strukturieren? Mal zum Raupenfrisör und das Muster auf der Haut umlackieren lassen? Die Raupe setzt eine Veränderung nach der anderen um. Aber so richtig zufrieden ist sie trotzdem nicht. In ihr drin zieht weiterhin irgendetwas in eine andere Richtung … sie weiß nicht, wohin es gehen soll. Aber es bleibt der Drang nach einem anderen Leben. Digitalisierung begann anfangs auch still. Mittlerweile ist sie laut geworden und wir sind mit ihr konfrontiert, ob wir wollen oder nicht. So laut, dass wir manchmal schon gar nicht auf uns selbst hören. Das ist bedenklich, denn bei der Digitalisierung geht es vor allem darum, im digitalen Schmetterling auch die Raupe noch zu erkennen.

Das heißt, wir sollten uns besinnen auf unsere Arbeit, unser Geschäftsmodell, unser Unternehmen, unsere Kunden – auf das ganz zentrale WARUM, WAS und WIE im beruflichen Alltag. Wenn wir hier Klarheit haben, geht es nicht nur darum, das Bestehende zu optimieren, sondern tatsächlich Neues zu denken.

Innehalten statt weiterrödeln

Tja, die Raupe zeigt uns, wie es geht. Echter Wandel braucht Zeit und einen geschützten Raum. Deshalb baut sich die Raupe ihren Kokon. Der sieht von außen immer gleich aus. Aber im Inneren passiert, langsam, aber sicher, etwas Bahnbrechendes. Meine Erfahrung ist, dass auch Unternehmen einen solchen Kokon brauchen. Im Autopiloten des gehetzten Alltags entwickelt niemand grundlegenden Wandel. Es geht vielmehr darum, Nischen zu finden, in denen freies Denken und echte Entwicklung möglich werden. Dann kann auch echter Wandel gelingen und der Schmetterling abheben. 

Über Nicola Fritze

Sie ist Speaker, Coach und Autor.
www.nicolafritze.de


Profilbild Nicola Fritze

Nicola Fritze

Nicola Fritze ist Autorin, Podcasterin, Coach und Organisationspsychologin. Sie rockt seit über 15 Jahren die Rednerbühnen. Sie gilt als eine der auffälligsten Rednerinnen Deutschlands, mit einem unverwechselbar mitreißenden und interaktiven Stil. Podcast, Video und mehr auf www.nicolafritze.de.

Inhaltsverzeichnis
  • 1 Was wir von Raupen und Schmetterlingen lernen können
  • 2 Von der Raupe zum Schmetterling
  • 3 Der digitale Schmetterling
  • 4 Innehalten statt weiterrödeln
  • 5 Über Nicola Fritze
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