26. April 2019
Inhaltsverzeichnis
  • 1 Shopping-Erlebnisse schaffen
  • 2 E-Commerce Trends entdecken  
  • 3 Alle E-Commerce Trends auf einen Blick 
  • 4 Ausblick 

Shopping-Erlebnisse schaffen

Die Trends im E-Commerce gehören für jeden Online-Händler zu den relevanten Informationen. Das Angebot an Online-Shops wächst stetig und es wird immer schwieriger mit der Konkurrenz mitzuhalten beziehungsweise sich von den anderen Shops abzuheben.

Händler stehen außerdem vor einer neuen Generation von Käufern. Um deren Gunst zu erlangen, bedarf es Kreativität. Der Kunde von heute möchte ein Erlebnis beim Einkauf haben und will von den Produkten begeistert werden.

Zwei wichtige Punkte, die zeigen, warum man sich mit den Trends im E-Commerce auskennen sollte. Sie bieten Online-Händlern eine Menge Potential und Möglichkeiten, um mehr Absatz zu generieren und Kundenbindung zu betreiben. 

E-Commerce Trends entdecken  

Trend 1: Produktpräsentation interaktiv gestalten

Das mag jetzt etwas oldschool wirken, aber die richtigen Bilder der Produkte bilden das A&O für einen Online-Shop. Die Bilder sollten detailliert und realistisch sein. Verschiedene Perspektiven und eine Zoomfunktion gehören zum Standard. Das weckt Vertrauen bei den Kunden und gibt ihm die Möglichkeit sich intensiv mit dem Produkt auseinanderzusetzen, um ein  umfangreiches Bild zu gewinnen. Vor allem im Luxussegment schaffen vernünftige Bilder Vertrauen.

Wollen Sie den Standard verlassen und dem Kunden mehr bieten, dann reichern Sie die Produkte mit Videos und 3D-Bildern an. Bewegte Bilder geben nochmal einen besseren Einblick. Sie sollten allerdings im Vergleich zum Foto einen echten Mehrwert schaffen und zusätzliche Informationen liefern.

Den Bereich Trend im E-Commerce betreten wir, wenn es um den Einsatz von Augmented Reality für Produktpräsentationen in Online-Shops geht. Augmented Reality bedeutet in diesem Fall, dass die Realität durch technische Mittel erweitert wird. Das wohl bekannteste Beispiel ist die App von IKEA. Der Kunde kann ein Computer-generiertes Bild eines Möbelstückes über die Nutzung der eigenen Kamera ins Wohnzimmer stellen und schauen, ob es dorthin passt. Diese Kundenerfahrung kann während der Kaufentscheidung den entsprechenden Boost geben.
 



Oder auch die bekannte Modemarke Zara testete Augmented Reality über die eigene App. Kunden scannen in einem Store einen Code auf dem Label und daraufhin zeigen virtuelle Models wie auf einem Laufsteg im Laden das ausgesuchte Kleidungsstück.


Augmented Reality heißt, dass die Realität erweitert wird. Im Vergleich dazu taucht der Kunde bei Virtual Reality vollkommen in eine andere Welt ein. Das geschieht durch VR-Brillen, meist in Verbindung mit dem Smartphone. Auf der EuroCIS gab es verschiedene Präsentationen für den Einsatz der Brillen. Zum Beispiel konnte man mit ihr durch einen Laden gehen, bekam die passende und verkaufsfördernde Musik je nach Abteilung gespielt und erhielt viele Extra-Informationen oder Angebote. Dies kann für ein ganz neues Shopping-Erlebnis im Laden oder aber auch im Online-Shop sorgen. Wie weit die Kunden bereit sind, diesen Weg zu gehen, zeigt sich erst in den nächsten Jahren.  

Trend 2: Künstliche Intelligenz einsetzen

Laut der EHI Studie zum Thema IT-Trends liegt Künstliche Intelligenz mit 69 % auf Platz 1. Ok, IT ist nicht E-Commerce, aber dennoch zeigt sich damit ein Trendthema der kommenden Jahre. Künstliche Intelligenz im Online-Shop kann viele Ausprägungen haben, die je nach Branche entwickelt werden muss. Richtig eingesetzt bietet sie dem Kunden einen Mehrwert und führt zur Umsatzsteigerung.

Ein bestes Beispiel für KI sind Chatbots. Anfangs sind sie mit verschiedenen Standardfragen gefüttert, lernen nach und nach immer mehr dazu, um später auch bei komplexeren Fragen helfen zu können. Studien haben ergeben, dass die Bereitschaft bei den Kunden die Fragen der virtuellen Helfer zu beantworten, gestiegen ist. Verschiedene Modelle zur Modeberatung sind hier denkbar.

Amazon hat Versuche für eine Outfitberatung über Alexa gestartet. Das Projekt läuft unter dem Namen Echo Look und hilft bei der Entscheidung für das Tagesoutfit. Über Fotos sammelt es Eindrücke zum Geschmack der jeweiligen Person und gibt daraufhin Empfehlungen und Tipps. Der User kann Fotos von zwei verschiedenen Outfits machen und bekommt eine Empfehlung, welches Outfit besser zum entsprechenden Anlass passt. Die Fotos lassen sich direkt auf Instagram posten. Wann der Style Assisstent nach Europa "schwimmt", ist noch unklar. 

Ebenfalls eine Outfitberatung auf Basis einer Künstlichen Intelligenz bietet Inspora. Dahinter steckt ein Gründer-Trio aus Potsdam. Bei der App wird auf Conversational-Commerce gesetzt, Zielgruppe ist die Generation Z. Die künstliche Intelligenz kann zum Beispiel gefragt werden, was man am besten zu einer schwarzen Hose anzieht. Über Fragen wird der Anlass, Stil und vieles mehr geklärt, bis das richtige Outfit steht. 

 

Wichtig für Künstliche Intelligenz – oder wohl für alle Trends im E-Commerce – sind die Daten der Kunden. Je mehr über den Kunden bekannt ist, desto genauer kann eine virtuelle Beratung stattfinden. Aus diesem Grunde ist eine umfangreiche Datenanalyse das wichtige Fundament.  

Trend 3: Voice Commerce

Conversational Commerce bedeutet eine neue Form der Interaktion. Sprachassistenten auf dem Handy sind auf dem Vormarsch. Bereits 36 % der Deutschen nutzen sie im Alltag. Es ist schnell, bequem und sprechen eine natürliche Umgangsform. Je besser die Sprachassistenten werden, desto mehr verbreiten sie sich. Eine gute Erfahrung mit einem Sprachassistenten einer Marke teilen Kunden mit ihren Freunden und der Familie, sodass positive Mundpropaganda entsteht.    

Aktuell entwickeln neben amazon sowohl Samsung, Facebook und auch Deutsche Telekom an einem smarten Lautsprecher mit Sprachassistent. Für viele ist es selbstverständlich geworden Alexa einzusetzen, die generelle Akzeptanz ist allerdings verhalten. 2 % der Nutzer shoppen überhaupt über Voice Commerce. In einer Studie fand man jedoch heraus, dass der Anteil der Konsumausgaben über Sprachsteuerung in den nächsten Jahren steigt. Voraussetzung sind die stärkere Verbreitung der Geräte und ein verbessertes Benutzererlebnis. 

Für Händler bedeutet das "Order per Voice" zu berücksichtigen. Wer dabei sein möchte, muss sich mit dem Thema auseinandersetzen. 

Trend 4: Social Shopping

Die jüngere Generation ist immer stärker mit dem Smartphone verwachsen. Das hat Auswirkungen auf das Kaufverhalten. Empfehlungen auf Social Media gewinnen an Relevanz und Kunden möchten direkt über den bevorzugten Kanal kaufen. Diese Möglichkeiten sollten Unternehmen nutzen!

Auf Instagram können Artikel beim Post direkt getaggt werden, sodass man schnell zum Online-Shop kommt. Werbemaßnahmen über Facebook, Instagram und vielleicht bald auch Pinterest in Deutschland bieten Absatzmöglichkeiten über Social Media. Pinterest gehört zum Beispiel zu den größten Trafficlieferanten im Online-Handel. Auch in Hinsicht auf einen möglichen Marktplatz von Instagram sollten die Augen offen gehalten werden. Je nach Unternehmen und Branche lässt sich eine passende Social Medie Strategie entwickeln, um Social Shopping zu ermöglichen und weiterzuentwickeln.

Trend 5: Personalisierung der Produkte

Immer nur die Standardprodukte? Der Trend geht zu einer Individualisierung - auch bei den Produkten. Sein eigenes Produkt gestalten, einen Spruch auf die Hose sticken lassen oder eine ganz individuelle Zusammenstellung beim Design und den Farben fördert die Identifikation mit dem Produkt und dem Shop.

Die meisten kennen die Individualisierung von Produkten aus Shirtshops. Über einen Produktkonfigurator lassen sich eigene Sprüche, Bilder oder ähnliches auf das Shirt drucken. "Nike by you" macht es möglich die Farben der Sneaker ganz individuell anzupassen. Armbänder gestalten, Hosen besticken: Möglichkeiten für eigenes Gestalten gibt es viele. Es macht Spaß, führt den Kunden zum ganz individuellen Produkt und stärkt die Kundenbindung. 

Nicht zu unterschätzen sind hier die Abläufe in der Abwicklung. Hier muss logistisch viel bedacht werden. Der Einsatz der ROQQIO Commerce Cloud ermöglicht einen strukturierten Arbeitsablauf bei personalisierten Produkten. 

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Trend 6: Transparenz

Der Kunde von heute ist viel informierter und möchte wissen, woher sein Produkt stammt. Transparenz schafft in diesem Fall Vertrauen. Gibt es nachhaltige Projekte, die unterstützt werden? Worauf wird bei der Produktion der Produkte geachtet? Je mehr Hintergrundinformationen der Kunde kennt, desto stärker wird das Vertrauen und die Bindung. Durch Skandale in der Produktion von Kleidung ist der Punkt Transparenz vor allem im Bereich Fashion in den Focus gerückt. Doch das Interesse beschränkt sich nicht nur auf die Modebranche. "Gutes tun und darüber reden" kann viele Facetten haben und muss nicht gleich Nachhaltigkeit bedeuten. Es geht darum dem Kunden Informationen an die Hand zu geben, beispielsweise auch über Digitale Preisschilder.  

Trend 7: Shopfunktionen erweitern

Online-Händler sind bemüht ihren Kunden immer mehr Funktionen zu bietet. Dabei können wichtige Standardfunktionen aus dem Fokus geraten. Auch Shopfunktionen im E-Commerce sind "Trends" unterlegen. Beispielsweise bei der Suche: Die meisten Kunden nutzen sie beim Stöbern. Produktsuchen liefern dem Kunden wichtige Ergebnisse. Ein umfangreicher und gut ausgeführter Produktfilter kann der entscheidende Faktor zur Konkurrenz sein. Das unterschätzen viele noch. 

Neue Wege des Versandes

Der traditionelle Versand bleibt weiterhin beliebt und kann auch mit der Lieferzeit immer mehr Punkten. Standart-Versandmethoden gehören daher in jeden Online-Shop. Neuere Trends im E-Commerce haben aber schon von sich reden gemacht. So testet amazon schon die Zustellung mit Drohnen und ist hier sicher noch nicht am Ende der Entwicklung. 

Doch auch weitere Alternativen wie Click & Collect etablieren sich immer mehr. Wer keinen stationären Handel betreibt, kann mit einer Ladenkette kooperieren und eine Abholstation bei lokalen Händlern anbieten. Dies wurde schon erfolgreich umgesetzt.

Wenn wir von Versand sprechen, gehört auch die Verpackung zu einem wichtigen Punkt. Der Umgang mit den Ressourcen rückt immer stärker ins Bewusstsein der Kunden. Überlegungen zu recycelbaren oder wiederverwendbaren Verpackungen sollten bei der Unternehmensstrategie bedacht werden. 

Mobile Präsentation

Heute nutzen schon mehr als zwei Drittel ein Smartphone für Ihren Kauf im Online-Shop. Mobile Shopping bleibt also Trend und wächst noch weiter. Da immer mehr auch auf Smartphones gekauft wird, ist die mobile Optimierung der Seite ein Dauertrend im E-Commerce. Es ist zwar schade, aber inspirierende Produktpräsentationen und innovative Ideen - wie unter Punkt 1 genannt - müssen dort auf ein Minimum reduziert werden. 

Die Seite sollte eine mobile Version haben oder responsive sein. Bei der mobilen Version gibt es vor dem Eintritt auf die Webseite eine Prüfung, von welchem Endgerät der User kommt. Wird ein mobiles Endgerät genutzt, landet man auf der mobilen Version, die meist durch ein "m" in der Browserzeile gekennzeichnet ist. Beim responsive Design passt sich die Seite flexibel auf jedes Endgerät an.   

Trend 8: Content

Im E-Commerce spielt Content eine wichtige Rolle. Einfach gesagt: Finden Sie heraus, was Ihre Kunden für ein Problem haben und bieten Sie die passende Lösung an. Richtig gute Landingpages, die den Geist der Zielgruppe treffen, bringen mehr Interaktion auf der Seite. Toller Nebeneffekt: Kreativer Content verschafft den Kunden ein positives Shopping-Erlebnis, sodass er gerne wieder stöbert. Das können Ratgeber, Howtos oder Blogbeiträge zu einem Produkt sein. Über die Analyse des Kundenverhaltens und die Entwicklung von Personas lässt sich herausfinden, was Kunden sich wünschen. Diese Wünsche gilt es zu erfüllen.  

Trend 9: Stationärer Handel lebt

Ein Trend im E-Commerce ist gerade hochmodern: Die Ausweitung des Online-Shops in den stationären Handel. Global Player wie amazon experimentieren seit neuestem mit Geschäften. Viele machen es umgekehrt, haben einen oder mehrere Läden und wollen ihr Geschäft durch einen Online-Shop erweitern. Der Webauftritt wird meist eine Verlängerung des Ladengeschäftes und bietet wenige Innovationen. amazon macht es andersherum. Der stationäre Laden repliziert den Online-Shop und schafft damit bei dem Besuch ein Erlebnis.

Alibaba hat in Hongkong den Fashionladen der Zukunft eröffnet. Ein Modegeschäft, der über Smart Mirrors und Digital Signage ein nahtloses Einkaufserlebnis zwischen Online-Shop und stationärem Handel schafft. Das zeigt den Ansatz zum zehnten, vielleicht wichtigsten Trend im E-Commerce. 

Trend 10: Digitalisierung

Die Digitalisierung beginnt im Kopf. Das heißt, wir müssen umdenken und die Digitalisierung als Möglichkeit betrachten etwas Neues zu schaffen und dem Kunden mehr Service zu bieten. Wenn dieser Gedanke gefasst wurde, ist die Veränderung eine Selbstverständlichkeit. Dann ist es ganz automatisch, dass im Online-Shop innovative Produktpräsentationen ausprobiert werden oder Künstliche Intelligenz zur Outfitberatung eingesetzt wird. Die Frage ist dann nicht mehr ob, sondern wann, wie und was. 

Smart Mirror, Self Checkout gehören mit dem Gedanken der Digitalisierung nicht mehr zu einer fiktiven Idee, sondern zu einem konkreten Konzept. Auch die Beratung auf der Verkaufsfläche wird über die Digitalisierung optimiert und zum Beispiel durch die passende Software auf dem Tablet unterstützt. Darüber können Mitarbeiter dem Kunden viel mehr Service bieten.

Der Weg ist frei für ein nahtloses Einkaufs-Erlebnis vom Online-Shop bis zum Laden. Das führt uns wieder zu der unter Punkt 2 erwähnten EHI Studie. Denn Omnichannel steht dort mit 30 % Relevanz auf Platz 3 der Trends und sollte für jeden E-Commercler im Fokus stehen. 

 

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Alle E-Commerce Trends auf einen Blick 

 

Trend 1: Produktpräsentation interaktiv gestalten

Trend 2: Künstliche Intelligenz einsetzen

Trend 3: Voice Commerce

Trend 4: Social Shopping

Trend 5: Personalisierung der Produkte

Trend 6: Bewusster Umgang & Transparenz

Trend 7: Shopfunktionen erweitern

Trend 8: Content

Trend 9: Stationärer Handel lebt

Trend 10: Digitalisierung

 

Ausblick 

Es bleibt spannend im Bereich Trends im E-Commerce und wir werden in Zukunft sicher noch einige Innovationen erleben. Gerade im Bereich Produktpräsentation unterstützt durch Augmented Reality, Beratung durch Künstliche Intelligenzen im Shop, Voice Commerce und Digitalisierung stehen wir am Anfang der Treppe und werden in den nächsten Jahren sicher einige Stufen nach oben gehen. Die nahtlose Verknüpfung aller Kanäle - also Omnichannel-Marketing - bietet die passende Basis für die Zukunft des E-Commerces. 

 


Profilbild Sabine Dupont

Sabine Dupont

Über 10 Jahre Erfahrung im Marketing zeichnen Sabine Dupont aus. In dieser Zeit war sie lange in der Textilbranche tätig und hat verschiedene Online- und Offline-Projekte umgesetzt. Themen rund um E-Commerce und stationären Handel gehören zu Ihrer Leidenschaft.  

Inhaltsverzeichnis
  • 1 Shopping-Erlebnisse schaffen
  • 2 E-Commerce Trends entdecken  
  • 3 Alle E-Commerce Trends auf einen Blick 
  • 4 Ausblick 
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