21. Oktober 2019
Inhaltsverzeichnis
  • 1 Der „Digitale Reflex“
  • 2 Herausforderung für Marken und Händler
  • 3 Über die Studie

Laut der „App Attention Index“-Studie von AppDynamics machen 87 Prozent der Deutschen ihre Kaufentscheidung von den digitalen Erlebnissen der jeweiligen Marke abhängig – selbst wenn es sich um ein physisches Produkt handelt.

AppDynamics, ein Cisco-Unternehmen und App Performance Monitoring (APM)-Anbieter, untersucht in seinem aktuellen App Attention Index den so genannten „Digitalen Reflex“ von Konsumenten. Denn viele Verbraucher kommen heute kaum mehr ohne einen digitalen Helfer aus. Das hat zahlreiche Auswirkungen. Besonders betroffen ist aber die Interaktion mit Marken.


Der „Digitale Reflex“

Digitale Dienste bilden heute einen festen Bestandteil des Alltags. Dabei sind sich viele Verbraucher gar nicht bewusst, wie sich ihre Nutzung entwickelt hat. Im Durchschnitt schätzen die Befragten der AppDynamics-Untersuchung, dass sie täglich sieben digitale Dienste verwenden. In Wirklichkeit sind es jedoch laut der Studie mehr als 30. Immerhin 68 Prozent sind sich darüber im Klaren, dass sie viel mehr digitale Dienste nutzen als sie bewusst wahrnehmen, und schätzen deren positive Auswirkungen auf ihr tägliches Leben. So zeigen sich 70 Prozent überzeugt, dass die Services ihnen helfen Stress zu reduzieren. Und 68 Prozent sind der Meinung, dass die Angebote ihre Produktivität zu Hause und am Arbeitsplatz verbessert haben – ein deutlicher Anstieg gegenüber 43 Prozent im Jahr 2017.

Dabei ist der Einsatz der Dienste zu einer Art Reflex geworden:

 

Während Verbraucher früher eine bewusste Entscheidung getroffen haben einen digitalen Dienst einzusetzen um etwas zu erledigen, geschieht das heute häufig spontan.

 

Die Mehrheit (71 Prozent) der Befragten räumt ein, dass digitale Dienste so sehr in ihrem Alltag verankert sind, dass sie deren Einfluss gar nicht mehr genau einschätzen können. Zudem gehen 55 Prozent davon aus, dass es ihnen schwer fällt, selbst alltägliche Aufgaben zu bewältigen, wenn sie mehr als vier Stunden auf ein mobiles Gerät verzichten müssen. Und 61 Prozent geben zu, dass sie morgens nach dem Aufwachen als allererstes zu ihrem Handy greifen – noch bevor sie mit jemandem sprechen. 

 

Herausforderung für Marken und Händler

Dass sich dieses Verhalten auch auf die Umsätze von Marken und Händlern auswirkt, überrascht nicht. So zeigen sich 50 Prozent der Befragten dazu bereit, mehr für ein Produkt oder die Dienstleistung eines Unternehmens zu bezahlen, wenn dessen digitale Dienste besser sind als die eines Wettbewerbers. Darüber hinaus gehen 85 Prozent davon aus, dass sie in den nächsten drei Jahren Marken anhand der Vielzahl der von ihnen angebotenen digitalen Dienste (Web, Mobiltelefon, Vernetzung usw.) auswählen.

 

Mehr als die Hälfte (54 Prozent) legt inzwischen mehr Wert auf die digitale Interaktion mit Marken als auf die physische.

 

Außerdem zeigt die Studie, dass Verbraucher im Falle von Leistungsproblemen zu Konsequenzen neigen: Sie wechseln zum Wettbewerb (49 Prozent) oder raten anderen von der Nutzung des Dienstes bzw. der Marke ab (63 Prozent) – ohne die Marke zu informieren und ihr die Chance zur Verbesserung zu geben.

 

Über die Studie

AppDynamics befragte für die Studie insgesamt 7.000 Verbraucher, darunter jeweils 2.000 aus den USA und dem Vereinigten Königreich und je 1.000 aus Deutschland, Frankreich und Australien. Alle Untersuchungen wurden von Insight Avenue im März 2019 durchgeführt.


Profilbild Maximilian Feigl

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl ist seit 2013 bei GFM Nachrichten und leitet dort aktuell die Redaktion. Schwerpunkt des studierten Politikwissenschaftlers ist die Verknüpfung von On- und Offline-Kanälen in Marketing und Handel sowie der Wandel am Point of Sales und die Digitalisierung des Einzelhandels. Diesen Themen widmet sich auch der POS connect Newsletter, den Maximilian Feigl ebenfalls redaktionell betreut.

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  • 2 Herausforderung für Marken und Händler
  • 3 Über die Studie
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