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Belegausgabepflicht

Was ist die Belegausgabepflicht?

Mit der Verordnung zur Bestimmung der technischen Anforderungen an elektronische Aufzeichnungs- und Sicherungssysteme im Geschäftsverkehr (Kassensicherungsverordnung - KassenSichV) gilt ab 2020 auch eine Belegausgabepflicht, das heißt, für jeden Vorgang an einer elektronischen Kasse muss ein Bon erstellt werden, entweder in Papierform oder als elektronischer Beleg.

§ 6 der Kassensicherungsverordnung präzisiert die Mindestanforderungen an einen Beleg:

  • Name,
  • Rechtsform und Anschrift des Unternehmens,
  • Datum der Belegausstellung und Zeitpunkt des Vorgangsbeginns und der -beendigung,
  • Art und Menge der gelieferten Gegenstände beziehungsweise Art und Umfang sonstiger Leistungen,
  • Transaktionsnummer,
  • Entgelt und darauf entfallender Steuerbetrag sowie der anzuwendende Steuersatz oder Hinweis im Falle einer Steuerbefreiung
  • Seriennummer des elektronischen Kassensystems oder die Seriennummer des Sicherheitsmoduls

Der Beleg darf in Papierform oder elektronisch in einem standardisierten Datenformat (z. B. JPG oder PDF) ausgegeben werden. Die Angaben müssen ohne maschinelle Unterstützung lesbar sein. Die Belegausgabepflicht soll Manipulationen an Kassensystemen zusätzlich erschweren und Steuerhinterziehungen eindämmen.

Ausnahmen zur Belegausgabepflicht

Eine Befreiung von der Belegausgabepflicht können Unternehmen beim zuständigen Finanzamt beantragen. So können zum Beispiel Unternehmen befreit werden, die an eine Vielzahl von unbekannten Personen verkaufen.